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Was ist Prokrastination?

Der Begriff wurde aus dem Lateinischen gebildet und bedeutet vertagen (pro = nach, crastinum = der morgige Tag). Seit etwa 1970 wird er in der Wissenschaft verwendet für ein Verhalten, das folgende Merkmale hat:

  • Aktivitäten, die nötig sind, um ein wichtiges Ziel zu erreichen, werden zugunsten anderer Aktivitäten aufgeschoben.

  • So wird die Qualität des angestrebten Ergebnisses gemindert oder das Erreichen des Ziels verhindert.

  • Die Beschäftigung mit wichtigen Aufgaben wird von großem Unbehagen begleitet oder boykottiert.

 

Häufige Ursachen

 

1. Mangel an Selbstkontrolle bzw. Willenskraft

In einfachen Worten, man hat dem inneren Schweinehund nichts entgegenzusetzen und muss wehrlos seinem Willen folgen. Eine einfachere und befriedigende Handlung wird bevorzugt, anstatt die schwerere Herausforderung zu erledigen. 

 

2. Das fehlende Gefühl von Selbstwirksamkeit

Wenn jemand nicht an die erfolgreiche Bewältigung seiner Aufgabe glauben kann, fühlt er sich nicht selbstwirksam. So fehlt ihm die Motivation, die Aufgabe überhaupt in Angriff zu nehmen. Ein Schüler, der fest davon überzeugt ist, dass er in der nächsten Mathe-Arbeit garantiert wieder eine schlechte Note schreiben wird, lässt sich kaum zum Lernen motivieren. 

 

3. Abneigung gegenüber der Aufgabe

Jeder Mensch kennt Aufgaben, die er grundsätzlich nicht mag. Das kann daran liegen, dass diese Tätigkeiten als besonders langweilig empfindet oder er wird dabei mit seinen Schwächen konfrontiert. Eine ungeduldige Person hat wenig Lust auf langwierige Feinarbeiten und ein Zahlenmensch wir sich vor Projekten scheuen, in denen Kreativität gefragt ist. Die Abneigung kann aber auch entstehen, wenn wir in einer Sache den Sinn nicht erkennen können und für uns Aufwand und Nutzen nicht in einem angemessenen Verhältnis stehen. Auf jeden Fall führt jede Form von Abneigung dazu, die ungeliebte Aufgabe aufzuschieben.

 

4. Die Aufgabe liegt zu weit in der Zukunft

Würdest du im Januar losziehen, um alle Weihnachtsgeschenke zu kaufen? Warum auch? Es ist noch bis zum 24. Dezember Zeit. Bei anderen vagen Vorhaben hast du sogar gar kein Zeitziel. Wer im Leben gerne einmal Suaheli, die am weitesten verbreitete Sprache Ostafrikas, lernen möchte, wird dies ohne Deadline wahrscheinlich nie angehen. Ob wir eine Sache aufschieben, ist stark davon abhängig, wie sehr sie an einen festen Termin in der näheren Zukunft gebunden ist.